Heise 18.08.2026
12:00 Uhr

heise+ | Schutzmaßnahmen gegen die CPU-Sicherheitslücken Spectre und Meltdown


Spectre und Meltdown machten 2018 überdeutlich, dass Hardware und Code sicherer werden müssen. Wir erklären Schutzfunktionen und welche Restrisiken bleiben.

heise+ | Schutzmaßnahmen gegen die CPU-Sicherheitslücken Spectre und Meltdown

Das Jahr 2018 begann für die IT-Branche turbulent: Am 3. Januar meldete Intel als erster CPU-Hersteller Sicherheitslücken, die der Angriff „Meltdown“ ausnutzte. In den folgenden Tagen überschlugen sich die Ereignisse: Zu Meltdown kam noch Spectre hinzu und schnell wurde klar, dass nahezu alle damals aktuellen Prozessoren und Systeme anfällig waren. Anschließend gab es wochenlang Chaos, weil Hersteller manche Patches wieder zurückzogen, andere Updates Fehler enthielten und vor allem das Ausmaß der Bedrohung unklar war.

Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Schutzmaßnahmen (Mitigationen) gegen CPU-Sicherheitslücken der Klassen Spectre und Meltdown. Solche Mitigationen wurden auf verschiedenen Ebenen eingebaut: im Programmcode, in Compilern, in Betriebssystemen, in der Systemkonfiguration, in spezieller Firmware für Prozessoren sowie schließlich in der CPU-Hardware.

Spectre und Meltdown waren ein heilsamer Schock, nicht nur für CPU-Entwickler wie AMD, Apple, ARM, IBM, Intel und Qualcomm. Sondern auch für die Anbieter von Betriebssystemen, für Clouddienstleister und für Programmierer von systemnahem Code. Heute gehen viele große Firmen der Branche professioneller mit Sicherheitslücken um. Betriebssysteme, Browser und Cloudplattformen sind stärker gegen Seitenkanalangriffe geschützt.